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Der Portugiese an sich ist geduldig. Noch geduldiger, ja teils schon lethargisch ist der Algarvio, der von den Mauren abstammt, die aus der Wüste kommen, in der jede Erregung zuviel den Kaftan mit Schweiss durchtränkt.
Der Algarvio sitzt also und lässt Heerscharen von bunt gekleideten, blonden Aussteigern, zerlumpte Punks, rot-weiss gescheckte Badegäste, barbäuchige Mittfünfziger, aufgedrehte, bildungshungrige Studienrätinnen - einfach an sich vorüber ziehen. Er trinkt einen "copo" tiefroten sauren Landwein, noch einen, spuckt einmal kräftig aus, hält den Kopf aus der Bodegatür - Mist, noch immer Sonne - zieht den Kopf wieder ein...
Herein treten eine unzureichend gekleidete Dame mit Sonnenhut und ein etwa gleichaltriger Mann von violetter Gesichtsfarbe, der sich schwer atmend auf einen der zwei wackligen Bistrostühle in der Nähe der Toilettentür plumpsen lässt. "Eine Coke light und einen Kaffee, please!" "Das geht nicht, Karl. Die verstehen hier doch kein Englisch!" "Naja, Coca Cola und Kaffee werden sie ja schon irgendwo gehört haben!" "Das glaub ich nicht, guck sie dir doch mal an!" "Ich kann nicht mehr! Bestell ein Wasser, irgendwas!" "Have you water? Wasser? Gluck, gluck!" "Natural ou fresco?" "Hä? - Karl, komm wir gehen wieder; die verstehen uns nicht!" "Also, die werden ja hier noch ein Wasser haben!" Der Wirt stellt eine Cola, einen Kaffee und ein Glas Wasser auf den Tisch. "Was ist das? Haben die das jetzt erraten?" "Keine Ahnung. Nimmst du den Kaffee? Das Wasser können wir ja dann eigentlich zurückgehen lassen." "Aber ich wollte einen grösseren, mit Milch! - Can I have a Kaffee wiss Milch, please?" "Jetzt lass doch, Irene! Nacher bringt er dir noch einen und wir müssen am Ende alles bezahlen!"
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