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	<title>Urlaub in Portugal &#187; Portugiesische Geschichte(n)</title>
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	<description>Algarve Ferienhäuser und Ferienwohnungen</description>
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		<title>Lagos und seine Karavelle</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NaDenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portugiesische Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Algarve]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen von Lagos]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich der Seefahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Karavelle]]></category>
		<category><![CDATA[portugiesische Eroberungen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkulturerbe Portugal]]></category>

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		<description><![CDATA[Schnelligkeit und Wendigkeit konnten auf hoher See Leben retten. Gleichzeitig wurde es nun mit dieser neuen Variante von Segelschiffen möglich sehr nah an der Küste entlang zu navigieren -  vorher musste man auf Grund der Windverhältnisse einen riesigen Bogen beschreiben - was die Eroberung der afrikanischen Westküste durch die Portugiesen endlich möglich machte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3647" title="caravelle Lagos" src="http://www.we-love-portugal.com/blog/wp-content/uploads/caravelle-Lagos2.jpg" alt="caravelle Lagos" width="269" height="262" /></p>
<p>Obern im Bild sehen Sie eine schematische Zeichnung des Nachbaus der Karavelle &#8216;Boa Experança&#8217;, die seit 2001 im Hafen von Lagos verankert liegt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die technischen Daten sind:</span><br />
Länge: 23,8 m<br />
Deckbreite: 6,6 m<br />
Tiefgang: 3,3 m</p>
<p>Großmast Höhe: 18 m , Rahe 26 m, Segel 155 Quadratmeter<br />
Fockmast Höhe: 16 m, Rahe 20 m, Segel 80 Quadratmeter</p>
<p>Hilfsmoter: Penta Volvo 190 PS</p>
<p>Verwendete Holzarten: Strandkiefer, Eiche und Korkeiche, Cambola (wohl eine Holzart aus Mozambique), Eukalyptus</p>
<p>Unterbringung: 22 Personen.</p>
<p>Bis auf den Hilfsmotor ist noch alles so geblieben wie zu Heinrich, des Seefahrers Zeiten, der mit den Karavellen seine großen Entdeckungsfahrten entlang der Afrikanischen Küste unternahm. Das war nun endlich möglich geworden, dank der innovativen Technik dieser für das 15. Jahrhunder hochmodernen Lateinsegler, die unter den versierten Händen der besten Schiffsbaumeister des Landes ihren letzten Schliff erfahren hatten, und nun besonders &#8220;hoch am Wind&#8221; segeln konnten, d.h. im kleinsten noch möglichen Winkel, bevor mehrfache,  zeitraubende Wendemanöver nötig wurden.</p>
<p>Schnelligkeit und Wendigkeit konnten auf hoher See Leben retten. Mit dieser neuen Variante Selgelschiff war es nun endlich möglich, sehr nahe am Land zu navigieren. All die Jahre zuvor hatte man gerade vor der westafrikanischen Küste auf Grund widriger Meeresströmungen einen riesen Bogen beschreiben müssen &#8211; nun  stand deren Eroberung nichts mehr im Wege&#8230;</p>
<dl id="attachment_3660" class="wp-caption aligncenter" style="width: 111px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-3660  " style="border: 4px solid black;" title="christuskreuz" src="http://www.we-love-portugal.com/blog/wp-content/uploads/christuskreuz.jpg" alt="Symbol des Christusordens" width="101" height="151" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd"><strong>Symbol des Christusordens auf den Segeln<br />
</strong></p>
</dd>
</dl>
<p>Heute liegt das  &#8216;Schiff der Guten Hoffnung&#8217; die meiste Zeit des Jahres im Hafen von Lagos und kann dort von Urlaubsgästen aus aller Welt (geführt) besichtigt werden. Damit beteiligt sich die &#8216;Boa Experança&#8217;   &#8220;&#8230;aktiv an der Verbreitung der Algarve als Region der portugiesischen Entdeckungen und unterstützt somit besonders die Kandidatur der Stadt Sagtres, in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen zu werden&#8230;,&#8221; (aus einer Verlautbarung der portugiesischen Tourismusbehörde).</p>
<p>Im nächsten Jahr ist die neue Abstimmung. Wollen wir also hoffen, dass es hilft.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Steine und Schweinebeine &#8211; portugiesische Rezepte</title>
		<link>http://www.we-love-portugal.com/blog/portugal-ferien/portugiesische-rezepte-steine-und-schweinebeine/</link>
		<comments>http://www.we-love-portugal.com/blog/portugal-ferien/portugiesische-rezepte-steine-und-schweinebeine/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 09:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NaDenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portugiesische Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Schlemmen wie Gott in Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Legende]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[portugiesische Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Steinsuppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines Tages klopfte ein Mönch an die Tür eines Reichen im Ribatejo und bat um etwas zu essen. Der geizige Großgrundbesitzer wollte aber keinen Hungerleider bewirten und daher die Tür gleich wieder schließen, doch der Mönch hatte seinen Fuß dazwischen. "Werter Herr", sagte er, "erlaubt mir wenigstens an Eurem Herdfeuer mein eigenes, mageres Süppchen aus einem Stein zu kochen!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Pombos guisados com ervilhas </strong><br />
Geschmorte Tauben mit Erbsen (ersatzweise Stubenküken!)<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cabidela  de galinha caseira</strong><br />
Hühnerreis im eigenen Blut (wobei ich mich gar nicht erinnern kann, dass   Reis blutet)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sopa de Pedras</strong><br />
Steinsuppe.</p>
<p style="text-align: justify;">Hierzu gibt es eine Legende:<br />
Eines Tages klopfte ein  Mönch an die Tür eines Reichen im Ribatejo und bat um etwas zu essen.  Der geizige Großgrundbesitzer wollte aber keinen Hungerleider bewirten  und daher die Tür gleich wieder schließen, doch der Mönch hatte seinen  Fuß dazwischen. &#8220;Werter Herr&#8221;, sagte er, &#8220;erlaubt mir wenigstens an  Eurem Herdfeuer mein eigenes, mageres Süppchen aus einem Stein zu  kochen!&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Der Geizige wunderte sich, dass man Steine abkochen  konnte, davon hatte er noch nie gehört, und falls das stimmte, war das  ja wohl eine phantastische Geschäftsidee &#8211; und so gab er seine  Einwilligung unter der Bedingung zusehen zu dürfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Mönch warf also einen Stein in einen Topf, füllte ihn mit Wasser, hing ihn  übers Feuer und schmeckte nach einiger Zeit ab. &#8220;Mmmmmmh! Köstlich!&#8221;  rief er aus, &#8220;es fehlt eventuell nur noch ein wenig Speck!&#8221; Der verdutzte Bauer gab ihm daraufhin eine Schwarte. Als nächstes war die Suppe wieder köstlich, aber es fehlten Würstchen. Auch die bekam der Mönch angereicht, und dann noch ein paar Möhren, Bohnen, Kartoffeln, Weißkohl, gewürfelte Tomaten &#8211; und einen Schweinefuß.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Reiche probierte und fand die Suppe auch sehr lecker, und bekam sogar ein Schälchen ab. Und stand dann noch lange &#8211; der Mönch war schon längst wieder über alle Berge &#8211; vor seinem leeren Vorratsregal und wunderte sich und wunderte sich&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sklavenzwicken &#8211; oder die wilde Spiele der Germanen an der Algarve</title>
		<link>http://www.we-love-portugal.com/blog/portugal-ferien/historisches-an-der-algarve/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 09:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NaDenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portugiesische Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Algarve Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Algarve Ferienhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Ferienvilla]]></category>
		<category><![CDATA[Germanen]]></category>
		<category><![CDATA[Lagos]]></category>
		<category><![CDATA[Vinho Verde]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserspiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon die alten Germanen fuhren mit ihren Kindern an die Algarve in die Ferien und mieteten sich dort ein Ferienhaus. Damals musste man aber noch ziemlich wohlhabend sein, um solch eine weite Reise unternehmen zu können, und wer es sich eben leisten konnte, reiste nicht nur einfach in den sonnigen Süden, sondern lenkte sein Pferdegespann ein bisschen weiter in den Westen - weg von der Riviera, wo sich Hinz und Kunz und Franz tummelten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schon die alten Germanen <a title="Vivenda Silva - private Ferienvilla bei Lagos mit kleinkindersicherem Poolbereich" href="http://www.we-love-portugal.com/ferienhaeuser/lagos/detail_27.htm" target="_self">fuhren mit ihren Kindern an die Algarve in die Ferien und mieteten sich dort ein Ferienhaus</a>. Damals musste man aber noch ziemlich wohlhabend sein, um solch eine weite Reise unternehmen zu können, und wer es sich eben leisten konnte, reiste nicht nur einfach in den sonnigen Süden, sondern lenkte sein Pferdegespann ein bisschen weiter in den Westen &#8211; weg von der Riviera, wo sich Hinz und Kunz und Franz tummelten.</p>
<p style="text-align: justify;">War man endlich <a title="mehr Informationen zu Lagos finden Sie hier." href="http://www.we-love-portugal.com/portugal/lagos/weisse-stadt-am-rio-bensafrim.htm" target="_self">in Lagos an der Algarve angekommen</a>, erwartete einen am Ortseingang ein berittener Führer, der das Emblem der entsprechenden <a title="Exklusive Algarve Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Ferienhäuser in Portugal von privat online mieten." href="http://www.we-love-portugal.com/" target="_self">Algarve Ferienhaus Agentur (Vilalaia)</a> auf seinen Brustharnisch eingraviert hatte und meist eine erste Erfrischung bereithielt: einen jungen, noch &#8220;grünen&#8221; Vinho Verde &#8211; in Spezialbehältern im Rio Bensafrim gut gekühlt &#8211; und nun den ermüdeten Reisenden eingeschenkt, die aber meistens zu erschöpft waren um diesen Willkommensgruß angemessen zu genießen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_3146" class="wp-caption aligncenter" style="width: 329px; text-align: justify;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.we-love-portugal.com/blog/wp-content/uploads/1274361115.jpg"><img class="size-medium wp-image-3146" title="Ferienvilla Vivenda Silva bei Lagos mit 3 Schlafzimmern" src="http://www.we-love-portugal.com/blog/wp-content/uploads/1274361115-300x199.jpg" alt="Die Germanen wären blass geworden vor Neid." width="319" height="211" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">
<p style="text-align: center;"><strong>Die Germanen wären vor Neid erblasst.</strong></p>
</dd>
</dl>
<p style="text-align: justify;">In der Ferienvilla schließlich wurden als erstes die Zimmer verteilt, die Körbe, Kisten und Koffer ausgepackt, die Pferde getränkt und die vorgebratenen Fasanen verspeist &#8211; bevor man richtig relaxen konnte und die Dienstboten sich auf den Weg in die Stadt machten, um die Lebensmittel für den nächsten Tag zu besorgen. Die Sprache der Nahrungsbeschaffung ist universell &#8211; und wer sich dennoch nicht gleich verständlich machen konnte zeigte einfach auf seinen geöffneten Mund.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Ferienanwesen gehörten &#8211; wie heute auch &#8211; meistens ein großer, gepflegter Garten und ein steinernes Wasserbecken, dessen angrenzende Liegefläche von Palmwedel schwenkenden Sklaven beschattet wurde. <a title="Hier haben wir einige Pool- und Wasserspiele für Sie zusammengetragen." href="http://www.schoenes-ferienhaus.com/ferienhaeuser-ferienwohnungen-portugal/poolspiele-wasserspiele-teil-1/" target="_blank">Die Spiele der Kinder unterschieden sich nicht sonderlich von denen der Kinder heutzutage.</a> Schon immer machte es Spaß die Erwachsenen mit Wasser zu bespritzen, der Großtante Geckos ins Bett zu legen, im Pool zu toben und die Sklaven in den Hintern zu zwicken.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Strand baute man gerne Sandburgen und ließ sich kopfüber in die Wellen fallen &#8211; da wurden auch die Erwachsenen schnell wieder zu Kindern und standen diesen an Spieleerfindungsreichtum in nichts nach. Auch allerhand Schmuck und Tand aus Strandgut wurde angefertigt und abends stolz auf der Avenida vorgeführt, die mit Teerfackeln beleuchtet und von  Straßenhändlern bevölkert war, die frisch gegrillte Sardinen feilboten, Elfenbein aus Afrika, Süßigkeiten aus dem Maghreb &#8211; oder einen in eine der Hafenspelunken hineindrängten, wo der Bär auf den Tischen tanzte und die Fischersfrauen kehlige Gesänge von sich gaben.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Ende der Ferien wurde dann noch kräftig eingekauft. Andenken (Muschelmännchen, Pfeiffenköpfe, vergoldetet Fischgräten) waren und sind zweckfreie &#8211; und meist noch nicht einmal sehr schöne  &#8211; Kleinigkeiten, die aber in ihrer offensichtlichen Nutzlosigkeit den uneingeschränkten Geist von Freiheit und Wohlergehen in sich bergen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses geheime Wissen eint von je her Reisende aller Länder in Raum und Zeit.</p>
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		</item>
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		<title>Mandelblüte an der Algarve (Fortsetzung)</title>
		<link>http://www.we-love-portugal.com/blog/portugal-ferien/mandelbluete-algarve-fortsetzung/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 13:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NaDenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portugiesische Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling an der Algarve]]></category>
		<category><![CDATA[Mandelblüte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Prinz, der seine Frau sehr liebte, obwohl er ja locker noch zwei, drei andere, zufriedenere dazu hätte heiraten können, zerbrach sich den Kopf, wie er die Mutter seines Erstgeborenen wieder zum Lachen bringen könne &#8211; und ließ zunächst einmal Schnee aus den Alpen ankarren. Der Weg war weit, die Pferde nicht eben schnell, einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Prinz, der seine Frau sehr liebte, obwohl er ja locker noch zwei, drei andere, zufriedenere dazu hätte heiraten können, zerbrach sich den Kopf, wie er die Mutter seines Erstgeborenen wieder zum Lachen bringen könne &#8211; und ließ zunächst einmal Schnee aus den Alpen ankarren. Der Weg war weit, die Pferde nicht eben schnell, einen halben Tag hatte die Prinzessin eine schale Freude daran, dann war er weg und sie begann wieder zu keifen, hätte ich doch auf meine Eltern gehört, hätte ich doch Prinz Olaf mit dem Buckel geheiratet und so fort. Der Prinz konnte Platten abspielen, soviel er wollte, er konnte mit Hilfe des englischen Ideoms alte Zeiten heraufbeschwören, <a title="oder im Pool zum Fisch:" href="http://www.we-love-portugal.com/ferienhaeuser/lagos/detail_44.htm" target="_self">er konnte sich im Schlafgemach zum Affen machen</a> &#8211; keine der zahlreichen Aufmunterungen half: die Prinzessin war dem Heimweh verfallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Da geschah es, dass ein umherziehender Illustrator das Schloss besuchte und um die Gelegenheit einer Mappenpräsentation bat. Er hatte ein spitzes Mausgesicht, schlechte Zähne und sah sehr hungrig aus, weshalb man ihm erstmal in der Küche eine Suppe verabreichte, bevor er seine Arbeiten vor dem Prinz ausbreitete, die in der Hauptsache wohlproportionierte, nordafrikanische Mädchen zeigten, die sich vor blühenden Mandelbäumen im Tanze wiegten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das war&#8217;s! &#8211; es gibt moderne Untersuchungen in denen nachgewiesen wurde, dass 85 Prozent der Geschichtsereignisse auf Zufall beruhen, 15 Prozent sind geplant und die restlichen 10 sind undefiniert &#8211; der Prinz hatte seine Idee bekommen. Eilig ließ er Mandelbäumchen heranschaffen, soviel er nur irgend kriegen konnte, selbst unter der Bedingung, dass sie aus privaten Schonungen ausgegraben werden mussten, und dann wurde gepflanzt. Rings ums Schloss und über die Ebenen und soweit das Auge reichte. Die Prinzessin, die nicht recht begriff, wozu das gut sein sollte, sah dem Treiben mit einigem Abstand depressiv zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber dann kam der Frühling und mit ihm Ende Januar das große Naturerwachen &#8211; und da verstand sie endlich: die unzähligen Bäume hatten zu blühen begonnen und das sah, wenn man von oben drauf guckte und kurzsichtig war, aus wie Schnee! Da fing die Prinzessin an zu jubeln, sie verließ ihren Posten im Turm und rannte in die weiße Pracht hinaus und tanzte und hüpfte &#8211; und auch einen Schneemann mit Möhrennase und echten Ohren baute sie.</p>
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		<title>Mandelblüte an der Algarve</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 14:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NaDenn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portugiesische Geschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling an der Algarve]]></category>
		<category><![CDATA[Mandelblüte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal eine schöne Prinzessin, die mit den gepuderten, geleckten Prinzen, die sie bei Hofe umschwärmten nichts anfangen konnte und sich kurzerhand in einen maurischen Thronfolger verliebte. Der hatte einen dunklen Teint, einen schwarzen, gelackten Schnurrbart, Augen wie glühende Kohle und roch nach Kamel und Abenteuer &#8211; das war ihr sofort aufgefallen, als er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es war einmal eine schöne Prinzessin, die mit den gepuderten, geleckten Prinzen, die sie bei Hofe umschwärmten nichts anfangen konnte und sich kurzerhand in einen maurischen Thronfolger verliebte. Der hatte einen dunklen Teint, einen schwarzen, gelackten Schnurrbart, Augen wie glühende Kohle und roch nach Kamel und Abenteuer &#8211; das war ihr sofort aufgefallen, als er das erste Mal ihre Hand ergriffen hatte und sie küsste.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Prinz kam aus der Algarve und hatte nach den vielen Schlachten mit den Einheimischen erst einmal Urlaub nötig. Was lag da näher, als endlich die Einladung einer entfernten Tante anzunehmen und sich an einem nordeuropäischen Hofe dem Vergnügen hinzugeben? Er reiste also an, mit Dienern, Zofen, Infanten, Granatäpfeln, Nesperas und einer Plattensammlung Fado. Den Begriff hatte er &#8211; der Geschichte vorgreifend &#8211; nur erfunden: in Wirklichkeit waren es versklavte Musiker, die auf sein prinzliches Fingerschnippen ihr Repertoire abspulten.</p>
<p style="text-align: justify;">Es kam, wie es kommen musste, der Prinz und die Prinzessin fielen &#8220;in love&#8221; &#8211; die Prinzessin, die grad Englisch lernte, prägte diesen Begriff, der fortan für ihre ganz spezielle Liebe stehen sollte &#8211; sie wurde schwanger und ordentlich ausgeschimpft und dann konnte die Hochzeit stattfinden: zehn Tage und zehn Nächte dauerte das Fest, an dessen Ende der Koch kollabierte.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann wurde gesattelt, finale Proviantkörbe gepackt, die Prinzessin bekam von ihren Freundinnen eine Liste von Dingen zugesteckt, die sie an der Algarve besorgen und ihnen per Boten zukommen lassen sollte, sie  begab sich in ihre mit Zobel ausgekleidete Sänfte &#8211; Elterntränen, Ermahnungen, ein letztes enthusiastisches Winken, und los ging&#8217;s Richtung Süden der Heimat des Ehemanns entgegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dort gabs noch ein Fest und noch eins und dann wieder eines zur Geburt des Sohnes, und dann kam der Winter. Es war zwar einigermaßen kalt und es regnete wie es im Norden nie geregnet hatte, die Wege waren so durchweicht, dass man oft knöchelhoch im Matsch einsank, ganze Landstriche waren überflutet, dauernd knickten die Pferde im weichen Untergrund um, die Häuser der Algarvios, die nicht heizten, weil sie befürchteten, sich dann draußen zu erkälten, waren innen und außen grün vom Schimmelpilz &#8211; aber sollte das alles an Winter sein? Wo war der knallblaue Himmel über einer kristallinen, harten Erde? Das kalte Aufblitzen der gefrorenen Pfützen? Wo war der SCHNEE? Die Prinzessin saß an ihrem Erkerfenster, der Regen platschte und sie vermisste.</p>
<p style="text-align: justify;">(Fortsetzung folgt)</p>
]]></content:encoded>
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