Bob Terwilliger überfällt Ecomarchée in Budens / Algarve!
NaDenn 7. October 2009
Unsere Kinder werden älter, erst sehen sie aus wie kleine, dicke Knubbel und man kann vage eine Ähnlichkeit zu Mutter und Vater herauslesen – dann sind sie eine Zeitlang recht picklig – und dann: haben sie es plötzlich geschafft! Sie erstrahlen in einem neuen Glanz.
Ana sieht aus wie die 17-jährige Virginia Teunematten, kurz bevor sie Lion Bronti ehelichte und in die Villa Orlando einzog; Kathrin wie die junge Jane Mansfield, als sie gerade an der Southern Methodist University/Meadows School of the Arts (alles aus Wikipedia) Kunst studierte und noch nicht wasserstoffgebleicht war, Karin wie sie selbst, Merlin nicht wie ein Zauberer und Marco – wie Bob Terwilliger.
Die Ähnlichkeit ist frappierend. Man ist sich nicht sicher, ob Marco, dieser bis vor kurzem noch nägelkauende, von den Pubertätswirren völlig in Anspruch genommene Halbwüchsige, wirklich derart mutiert sein kann – oder ob vielmehr Bob Terwilliger alias Sideshow Bob direkt aus den Simpsons hier an die Supermarktkasse im Ecomarchée in Budens gesprungen ist, bzw. wir Anwesenden gerade alle als Statisten in einer neuen Simpsonsfolge auftreten, gleich eine Knarre vorgehalten bekommen und flach am Boden liegend dem Kassenraub beiwohnen dürfen – ind mein Sohn und sein Vater hocken 2 Kilometer entfernt auf dem Sofa vor dem Fernseher und sehen zu.
“Guck mal”, sagt Oskar, “da ist ja der Marco – und neben ihm seine Mutter, und da vorn, ist das nicht Filomena Boto, die nette Kassiererin, die mit dem Hinkebein, die grad die vielen Münzen in die Tüte kippt?” Und dann sehen sie mich.
Ich wechsel grad vorsichtig von der Bauch- in die Seitenlage – diese portugiesischen Steinfußböden sind alles andere als bequem – und überlege mir, wie ich mich unauffällig bis zur Käsetheke und von da aus im Schutz der Kaffeebar durch den Hinterausgang nach draußen robben könnte, als FAT TONY in der großen Eingangstür erscheint, – bzw. Jörg, der Elsässer, aber er sieht haargenau so aus – dem die Eisfabrik hinter Portelas gehört.
Nun kommt er in wenigen, raschen Schritten auf mich zu und hilft mir auf. “Gestürzt?” fragt er, und klopft den Staub von mir ab, “komm wir trinken einen Kaffee und essen ein Pastel de Nata dazu. Du siehst aus, als könntest du eine kleine Stärkung gebrauchen.”
- Und noch dies
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