Archiv für das Tag 'Portugiesische Sprache'

Salomo

NaDenn 20. August 2009

(Folgendes hat zwar nichts mit der portugiesischen Sprache zu tun, aber ich musste es mal loswerden.)

Ich bin eine bessere Köchin wie Martina. Ich sehe besser wie sie aus, und wenn ich meinen Mund öffne, habe ich noch alle Zähne, und jeder hat sein Gegenstück. Und obwohl Martina mein Alter hat, hat sie durch ihre vielen Schwangerschaften nicht mehr meine Figur, auf die die Männer eben stehen: oben fix und unten am Bauch nix.

Wie ich meinen Freund kennenlernte, lebte er noch in Niers in der Eifel und ich war auf Verwandtenbesuch. Es hat gleich gefunkt zwischen uns, und nun sind wir schon fünf Jahre ein Paar, obwohl er soviel intelligenter ist wie ich.

Martina kriegt die Kinder, aber mich liebt Hubert wirklich – ich bin ihm so lieb wie Milch und so wertvoll wie Honig hat er mir gesagt, obwohl der Vergleich ja etwas komisch ist, meint auch meine Freundin, aber die ist ja auch hässlicher wie ich.

Ich liebe meinen Freund, der mir immer eine große grammatikalische Stütze ist. Ich liebe meinen Freund, der mir immer eine große grammatikalische Stütze ist. Ich liebe meinen Freund, der mir immer eine große grammatikalische Stütze ist. Ich liebe meinen Freund, der mir immer eine große grammatikalische Stütze ist. Ich liebe meinen Freund, der mir immer eine große grammatikalische Stütze ist. Und jetzt muss ich das von oben auch noch mal 5 mal richtig schreiben, sonst wird er verrückt.

Ein Makel haftet an mir, ich Schöne – und das ist der Komperativ.

Pling Peng

NaDenn 27. January 2009

In der “Correio de Manha” vom Samstag ist zu lesen, dass einem türkischstämmigen Paar in Deutschland Vierlinge geboren wurden. Man sieht den schmalen Vater recht fassungslos dreinblickend über ihr Bett gebeugt und auch der Mutter gehe es gut, heißt es.

Ich hoffe, dass die Tatsache, dass ich nun endlich nach zehnjährigem Aufenthalt an der Algarve so in etwa das hiesige Ideom verstehe dem “Akşam” (nationales, türkisches Boulevardblatt) ebenfalls eine Schlagzeile wert ist. Man sieht die erschöpfte, aber glückliche Sprachschülerin neben einem Stapel nutzloser Lehrbücher stehen und sie hält ein Transparent über den Kopf, auf dem “Trrrrrrrrrkk!” geschrieben steht.

Das ist Algarvio und heißt: “Leute! Am Wochenende war wieder was los! Da hat der Bär in der Botega getobt!” Es kann aber genausogut heißen: “Alle mal herhören! Da ist doch gestern einem Chinesen in Pling Peng ein Sack Reis aufs Bein gefallen!”

Der Bewohner der Algarve, dem südlichsten Zipfel Portugals – gleich übers Meer fängt Afrika an – verschluckt die Vokale und hat somit die Gelegenheit, sehr viel mehr Information in einer Kette von Konsonanten unterzubringen als das Völkern, die sich erst umständlich mit Kiefer und Zunge um stimmhafte Laute herummanövrieren müssen,  möglich ist. Der Algarvio ist deshalb auch mit Reden schneller fertig, was wiederum Auswirkungen auf seinen gesamten Alltag, außer die Mahlzeiten und das Schwätzchen am Bankschalter hat.
Während es sich der Deutsche mit seinem Milchkaffee noch gerade auf den harten, unbequemen Stühlen im Café gemütlich zu machen sucht, ist der Algarvio schon wieder verschwunden. Ein rascher Espresso (Bica) an der Theke und ins Auto rein und eben zum Meer und vielleicht noch eine Kulturveranstaltung und dann Abendessen.

“To!” – das sollten Sie sich eventuell merken, ruft man hier, wenn man sich auf einer öffentlichen Toilette befindet, die keine Vorrichtung zum Abschließen hat. Das heißt “estou!” und auf Deutsch ” Hier bin ich!” – also besetzt.

Immerhin, ein Vokal ist noch da.