Natur und Wandern an der Algarve

Das Wandern ist des Müllers Lust – auch an der Algarve

Falls Sie eine Erholung von Sonne, Strand und Meer brauchen, sollten Sie an der Algarve einfach mal die Möglichkeit einer Wanderung ins Auge fassen. Das Wandern ist gerade im Frühling und Herbst gut geeignet, um Land und Leute etwas besser kennen zu lernen. Mittlerweile gibt es an der Algarve ein Netz ziemlich gut beschilderter Wanderwege, die in einschlägigen Reiseführern aufgeführt werden. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, privat geführte Wanderungen zu buchen.


Die Algarve misst von Sagres im äußersten Westen bis Vila Real de Santo António an der spanischen Grenze im Osten gerade einmal 140 Kilometer, Luftlinie natürlich.  Und reicht an seiner breitesten Stelle 50 Kilometer ins Landesinnere. Das Erstaunliche ist, dass auf diesem relativ kleinen Raum eine sehr große Vielzahl unterschiedlicher Landschaften existiert, die alle innerhalb eines kurzen Zeitraums von unseren Ferienhäusern und Ferienwohnungen zu erreichen sind.
Von Steilküste über Dünen, kilometerlangen Sandstränden, Salinen- und Feuchtgebieten an der Küste, bis hin zu Hochebenen und Gebirgen im Landesinneren, die mit der 902m hohen Fóia bei Monchique den höchsten Punkt der Algarve markieren, gibt es für jeden Wandertypus etwas. Ob Wanderungen am Strand, über die Klippen, durch das Hinterland oder Gebirge, für jeden Schwierigkeitsgrad und jede Vorliebe ist hier eine Route vorhanden.

Klippenlandschaft am Praia Don Camilo bei Lagos, Algarve, Portugal

Ursprüngliche Klippenlandschaft bei Lagos, Algarve, Portugal

Die schönste Jahreszeit zum Wandern an der Algarve ist ganz bestimmt der (mitteleuropäische) Frühling. Um diese Zeit herrschen hier schon sommerliche Temperaturen, aber noch nicht die flirrende Hitze der Sommermonate. Die winterliche Regenzeit ist vorbei und alles erstrahlt in neuen Farben. Im Sommer sind die vorherrschenden Farben Blau (Meer und Himmel) sowie Braun, Rot, Gelb oder Ocker (Felsen, Erde und selbst die Pflanzen). Bereits nach dem ersten Regen legt sich als erstes ein grüner Mantel über die Landschaft. Dann kommt das Gelb des Sauerklees und der Ringelblumen, das Violett des Lavendels und das Rosa der Malven und des Heidekrauts. Vervollständigt wird die Farbenpracht durch das Blau der Kornblumen und des Gurkenkrauts, das Weiß der Narzissen und der wilden Kamille sowie das Rot des Klatschmohns.

Kleefeld bei Raposeira, Westalgarve, Portugal

Kleefeld bei Raposeira, Westalgarve, Portugal

Aber nicht nur das Auge wird bei einer Wanderung angesprochen, sondern auch der Geruchssinn. Viele ihnen bekannte Küchenkräuter wachsen hier wild wie der  Thymian, Rosmarin, Majoran, Salbei, Knoblauch oder die Bachminze. Und auch andere aromatische Pflanzen wie die Zistrose, der Fenchel oder die Myrtengewächse, zu denen auch der Eukalyptusbaum gehört, erfüllen die Luft der Algarve mit ihren Düften.

Alfambra, Westküste, Portugal

Alfambra, Westküste, Portugal

Diese extrem vielfältige Flora wird noch durch die Fauna ergänzt. So kann im Küstengebiet das extrem scheue und vom Aussterben bedrohte Chamäleon angetroffen werden. Unter den Steinen hausen Skorpione und Eidechsen. Außerdem gibt es unzählige einheimische und durchziehende Vogelarten. Interessierte finden hier weitere Infos zu Vogelbeobachtung an der Algarve. Im Hinterland und Gebirge findet man Anzeichen von Wildschweinen und, wer weiß, es soll hier auch noch den iberischen Luchs geben. Sie können ihn fotografieren und gehen in die algarvischen Annalen ein.