Sich zurechtfinden - Alltag in Portugal

Strandurlaub in Portugal - Signalflaggen am Badestrand und andere Hinweise

Wenn Sie in ihren Portugal Urlaub fahren, denken Sie wahrscheinlich nur daran endlich am Strand in der Sonne zu liegen und hin und wieder zum Abkühlen in die Brandung zu springen. Die meiste Zeit ist dies auch möglich, aber gerade für nicht erfahrene Seeurlauber möchte ich hier einige Hinweise hinterlassen, damit der Aufenthalt am Meer nicht zu einem Albtraum wird. Wie Sie wissen ist Wasser eine Naturgewalt und somit sehr unberechenbar. Ebbe und Flut, Wind, Strömungen und Wellengang ändern sich täglich, an manchen Tagen gar stündlich.

Strände in Portugal - Allgemeingültige Regeln

In Portugal sind nicht alle Strände überwacht und mit Rettungsschwimmern besetzt, dafür gibt es hier einfach zu viele. Ist der Strand jedoch mit einer blauen Flagge versehen, so ist dies ein Zeichen für einen überwachten Strand.

Blaue Flagge signalisiert: Überwachter Strand

Blaue Flagge: Dieser Strand wird überwacht.

Die Anwesenheit des Rettungsschwimmers, normalerweise von 10 bis 19 Uhr, wird jedoch nur durch das Hissen einer der Signalflaggen gekennzeichnet, die außerdem Auskunft über die Wasserverhältnisse gibt. So sehen sie aus und Folgendes gilt zu beachten:

 

 

Grüne Flagge:
Baden erlaubt.
Es besteht keine Gefahr, solange allgemeingültige, grundlegende Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.

 

 

Gelbe Flagge:
Eingeschränktes Badeverbot.
Die Wasserbedingungen sind nicht geeignet für ungeübte Schwimmer. Es ist erlaubt zu baden, aber auf keinen Fall zu schwimmen!

 

 

Rote Flagge:
Badeverbot.
Badeverbot Aufgrund gefährlicher Strömung, zu hohem Wellengang oder Wasserverschmutzung ist auch das Baden nicht gestattet. Niemand darf ins Wasser!

 

 

Weiss-blau oder weiss-schwarz karierte Flagge:

Unbewachter Strand.
Der Rettungsschwimmer ist vorübergehend nicht anwesend (z.B. Mittagspause).

 

 

 

Portugiesische Felsenstrände

Ein Grossteil der portugiesischen Strände, vor allem an der Südwest- und Westküste, sind Felsenstrände mit kleineren oder größeren Sandarealen. Die Klippen bestehen oft aus Sandstein oder auch Schiefer (wie z.B. Arrifana) und sind einer extremen Witterung ausgesetzt. Ständig heranrollende Brandung, Springfluten, extrem starke Regenfälle im Winter und immer wieder Wind machen sie sehr instabil und es kommt des Öfteren zu Felsabbrüchen und Steinschlag.

Deswegen sind am Zugang der überwachten Felsbadestrände Warntafeln aufgestellt, aus denen Sie ersehen können, welchen Sicherheitsabstand Sie zu den Klippen halten sollten und welche Teile des Strandes besonders gefährdet sind. Falls Sie also Schatten suchen, sollten Sie einen Sonnenschirm aufstellen und sich tunlichst nicht direkt an den Fuß der Klippen schmiegen, um eventuell ein paar Quadratzentimeter Schatten zu erheischen. Der nächste Felsabbruch kommt bestimmt und es ist nicht vorherzusagen wann.

Warntafel am Praia do Camilo, Strand in Lagos, Algarve, Portugal

 

Portugiesische Sandstrände

Die kilometerlangen Sandstrände eignen sich hervorragend zum Sandburgen Bauen, zum stundenlangen Spazierengehen und natürlich zum Baden und Schwimmen, mit oder ohne Luftmatratze. Die rote oder gelbe Flagge wird im Sommer äußerst selten gehisst. Hai- oder Quallenalarm gibt es in Portugal nur alle 10 Jahre einmal, wenn überhaupt, also steht dem Badevergnügen eigentlich nichts im Wege.

Das Einzige was passieren könnte, wäre auf eine Viperqueise (Trachinus vipera) aus der Familie der Petermännchen zu treten. Dieser Fisch lebt auf Sandböden und hält sich deswegen gerne in flachem Gewässer nahe am Strand auf. Er gräbt sich bis zu den Augen im Sand ein und hat auf dem Rücken und an den Kiemen extrem giftige Stachel, die sich natürlich aufstellen, sobald man darauf tritt. Ein Stich ist extrem schmerzhaft und kann bei einer Allergie einen anaphylaktischen Schock auslösen.

Die einzige Therapie dagegen ist, den entsprechenden Körperteil, meist Fuß oder Hand, in möglichst heißes Wasser zu halten und dies so lange wie möglich auszuhalten. Aber keine allzu große Sorge, mein Mann (Portugiese) hat in seinen 50 Lebensjahren noch nie auf eine Viperqueise getreten und während der Laichzeit von Juni bis August zieht sie normalerweise in tiefere Gewässer. Es ist halt einfach Pech, wenn man doch auf eine tri(ff)t.

Für Strandläufer bestens geeignet: Der Meia Praia in Lagos, Portugal

 

Eine Übersicht aller überwachter Strände in Portugal finden Sie unter http://praiaemdirecto.com.

Weitere Informationen zu den Stränden an der Algarve finden Sie unter folgenden Links:

Strände in Lagos und Umgebung, Strände in Praia da Luz und Umgebung und Strände in Vila do Bispo und Umgebung.